Mary (12. August 2008)

Freitag Abend.

Ich war auf einer Geburtstagsfeier eingeladen. Die Location. Ein Haus, Downtown. Alternative. Disco. Da bekam ich meist ein unangenehmes Gefühl. So wie sich eine Elster beim HotSpot der örtlichen Taubengemeinde fühlen würde. Nicht so, das Probleme entstehen, aber man war fehl am Platz.

Also Party. Relativ allein. Die Jungs wollten in die Disco. Aber allein ist falsch. Ich kannte einige Leute, ich kam allein an. Man kann gar nicht allein auf eine Party gehen, man geht mit allen Leuten hin die kommen.

Dazu fällt mir ein Zitat des Wetterfritzens im Radio ein: “Heut Abend gibt es Nebel. Aber nicht überall sondern nur dort wo man ihn sieht.” Coole Ansage. Merk ich mir.

Halb 10 auf der Party. 2 Leute standen draußen, einen kenne ich vom Sehen.

“Servus!”

“Hi!”

“Hoi!”

“Na? Schon was los?”

“Paar Leute sind da, einige fehlen noch.”

“Alles klar.”

Ich ging rein. Die Party erstreckte sich auf 3 Stockwerke. Die Musik war annehmbar, verbesserungswürdig. Einige Leute die mich kannten, begrüßten mich, Handschlag, Umarmung, Bussi hier, Bussi da.

Setze mich zu ein paar Leuten, die sich über den Vorteil von Billigwein gegenüber Billigbier unterhalten. In geringen Mengen, als Zwischending zu anständigen Getränken, aktzeptierbar. In jedem anderen Fall endet es in ekelhafter Kotzerei oder Bierschiss. Meine Meinung.

Mir gings gut, die Atmosphäre ist angenehm.. Niemand der sich wie Mr. Hyde aufführt und meint eine Party ruinieren zu müssen, weil er keinen mehr hochbekommt.

Eine attraktive Blondine setzt sich neben mich. Ich neckte sie ein wenig, wegen ihrer falschen Fingernägel, mit denen sie einem Raptoren das Selbstwertgefühl ruiniert hätte, bevor ich sie mir näher ansah. Ihre gespielte Verletztheit verbarg beinahe ihr süffisantes Lächeln, das von einem winzigen Leberfleck an der Spitze des kleinen Grübchens dominiert wurde.

Die Augenfarbe versprach nichts und offenbarte genausowenig nach längerer Betrachtung, da das Lichtspiel und die Bewegung sie ständig verändern zu schien. Das Haar hing ihr glänzend gelockt in den dezenten Ausschnitt. Man gebe dieser Dame ein weißes Kleid, stelle sie auf ein Gitter mit Luftabzug und man erhält ein recht bekanntes Foto.

Sie trug einen Rock. Immerhin.
Der Körper glich dem Original, ein Ohnmächtigskeitstraum aus feuchten Jugendzeiten.

Während wir uns verbal unterhielten, unterhielt ich ihre Freundin/Anstandsdame mit Kartentricks, die beide zum Staunen brachten. Ich ging frische Luft schnappen, Überreizung ist gefährlich. Für einen Flirt, sowie für Crawl, dieser stand seit dem ersten Augenkontakt steif wie das Pariser Wahrzeichen.

Tiefes Durchatmen. Ich brauchte einen Drink. Es war mir nicht vergönnt.

Sie kam zur Tür raus. Mein Kragen wurde ergriffen und mit mir gegen den Wagen hinter mir geschmettert. Die Alarmanlage des Wagen fängt an zu heulen, während ich mich wie ein Elefant fühlte der von einer, zugegebenermaßen attraktiven, Antilope gegen eine Felswand gedrückt wurde. Mein Hirn zerann in der honigweichen, pfefferminzsüßen Berührung unserer Lippen.

Das Heulen des Autos verschwand aus meinem Kopf, der angefüllt war von der unglaublichen Sanftheit dieses wilden Geschöpfs, das meinen Kopf stahlhart an den ihren presste. Meine Hände, eben noch hoch in der Luft, wollten sich in ihren Nacken legen und diesen bis zur Unendlichkeit, und noch viel weiter, massieren. Doch in dem Moment schoss ihr Knie zwischen meine Beine.

In einem Nebel aus Erregtheit und Schmerz, schwer zu sagen was überwiegte, hörte ich ihre Stimme mich anbrüllen. Der Inhalt blieb mir unverständlich. Sie zog mich hoch und drückte mich, mit ihrem Unterarm auf meiner Brust, wieder gegen den Wagen.

“Noch einmal. Willst du mich oder meine Freundin flachlegen?”

Mein Verstand lief immer noch, in einem nebeligen Sumpf auf einem Bein hüpfend, um sein Leben.

“Hey! Was macht ihr da mit meinem Wagen?”

“Verpiss dich. Ich bin beschäftigt.”

Kein Mann widersprach solch einer Frau. Wenn so eine Frau Kratzer und Beulen in deinen Wagen machte konnte man sowas irgendwann stolz seinen Enkeln erzählen oder gut bei ebay verkaufen.

“Also, mich oder meine Freundin?”

Das ist immer die elementare Frage bei jeder zwischengeschlechtlichen Begegnung. Gewöhnlich war die Entscheidung leicht. Ein Gefühl regte sich. Wer mit leeren Händen mit dem Rücken zur Wand steht hat nichts zu verlieren.

“Beide?”

Sie starrte mich an. Auch eine Reaktion.

“Komm wir fahren zu mir.”

Wir kamen nicht zu ihr. In der nächsten Gasse drehte ich die Rollenbesetzung und nagelte sie gegen eine leicht bröckelnde Wand. Sie stöhnte und biss mir in den Nacken, als ihre Hände unter mein Shirt glitten. Eine Hand ging an ihre Brust, während die andere sie noch immer gegen die Wand presste.

Ihr Körper kämpfte gegen mich, aber nicht gegen die Berührungen. Sie ließ meinen Hals in Ruhe und presste ihre Lippen gegen meine. Ich glühte vor Verlangen, wie ein Stück Kohle in der Hölle, schob ihr Top über ihre Brüste und biss leicht in die rechte Brustwarze.

Sie stöhnte leise, stieß mich von sich, ohrfeigte mich und riss meinen Gürtel auf.

Als sie meine Jeans, samt Boxershort, zu Boden schickte, folgte mein Verstand stande pede. Ihr magmaheißer Mund umschloss Crawl und meine Hormone tanzten Rock’n'Roll.

Mein Schoß schien in Flammen zu stehen und sterben sowie ewig leben gleichzeitig zu wollen. Eine winzige Zunge umspielte meine Eichel und ließ mich an Engel glauben.

Ich packte sie, riss sie hoch, griff ihr unter den Rock, drehte und drückte sie wieder gegen die Wand. Diesmal mit dem Gesicht zu dieser. Ihr Becken zu mir und den Slip zu Boden ziehend, zeriss ich letzeren und warf die Reste zur Seite.

Ihre Hände an der Wand, einen hungrigen Blick mir über die Schulter zuwerfend, empfing ihre Vagina Crawl, der langsam, Zentimeter für Zentimeter, zwischen ihren tropfenden Lippen in sie einglitt.

Ich fickte. Sie bäumte sich auf, keuchte, stöhnte, schrie, riss etwas Putz von der Wand, tanzte mit dem Hintern, drückte dagegen, zitterte, riss den Kopf herum und keuchte noch mehr.

Mein Himmel heißt Landsberg.

7 Reaktionen zu “Mary”

  1. Kevin

    also ich muss schon sagen des ist mal wida ne hammer geile Geschichte!!!

  2. Balu

    Oh kool, fackingcants sind wieder da :) Top!

  3. Hoizge

    einfach top!

  4. oanh

    was ist aus den alten geschichten geworden? gibts kein archiv?

  5. André

    @Kevin, Hoizge Merci :)
    @Balu Jupp, endlich wieder. Wurde Zeit. Würd mich über Schleichwerbung freuen ^^
    @oanh Die sind Dank 1&1 in der Ewigkeit des Internets verloren gegangen. Dank WaybackMachine kann ich 2,3 noch abrufen aber der Rest ist relativ futsch. Müsste aber das meiste noch irgendwo auf Papier oder aufm PC liegen haben. Bei Interesse kann ich sie wieder online stellen.

  6. Bene

    Papier?? Wasn das??

    BLACK POWER

  7. derSich

    Jetzt bin ich auch endlich mal dazu gekommen das hier zu lesen. Wirklich mal wieder saugut geschrieben! Ich muss nur immer lachen wenn du Crawl erwähnst. xD

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